Das Projekt MOST

Meaningful Open Schooling Connects Schools to Communities

Foto: Jasmin Sessler/Unsplash

Überquellende Mülleimer in der Innenstadt, Alltagsmasken am Wegesrand und Müll in den Meeren. Aber können wir tatsächlich etwas dagegen machen? Dieser Frage widmet sich das Projekt MOST (Meaningful Open Schooling Connects Schools to Communities).

Das von der EU geförderte Projekt unterstützt Schulen dabei, gemeinsam mit außerschulischen Akteur*innen, die hierbei eine zentrale Rolle spielen, vor Ort umweltbezogene Projekte durchzuführen. In Freiburg sind neben der Stadt Freiburg das ICSE (International Centre for STEM Education) und die Walter-Rathenau-Gewerbeschule Projektpartner*innen.

#Freiburgprotectstheplanet

Der Aktionsnamen für Freiburg lautet #freiburgprotectstheplanet für die Projekte, die in dreierlei Form stattfinden können:

    1. Schulen, die Projekte mit Schüler*innen und außerschulischen Akteur*innen durchführen, wie Eltern, ortsansässigen Unternehmen, Mitarbeiter*innen der örtlichen Verwaltung oder außerschulische Lernorte.
    2. Familienzusammenschlüsse mit mind. fünf Erwachsenen und drei Schüler*innen, die Projekte durchführen und ihre Ergebnisse in Form von Plakaten Schulen zugänglich machen.
    3. Projekte, die von außerschulischen Lernorten oder ortsansässige Firmen geleitet werden und entweder an Schulen zusammen mit weiteren außerschulischen Akteur*innen oder mit Mitgliedern der Gesellschaft (mindestens fünf Erwachsene und drei Schüler*innen) durchgeführt werden.

Ziel und Umsetzung der einzelnen Projekte

Inhalt der Projekte ist es eine Frage zum Thema Abfall (2021) bzw. Müll (2022) wissenschaftlich zu bearbeiten und regional umsetzbare Lösungsansätze zu entwickeln. Das erworbene Wissen soll dann an Dritte weitergegeben werden. Die Verbreitung der Ergebnisse kann in Form von kurzen Videos, Bilder, Plakaten, Flyern, Zeitungsberichte usw. erfolgen.

Wie kann ein solches Projekt konkret aussehen?

Ein Beispiel: Eine 8te Klasse schließt sich im Rahmen des Mathematikunterrichts mit einem Verkäufer des örtlichen Bio-Ladens, einer Mitarbeiterin der regionalen Abfallwirtschaft, einer Umweltberaterin und einem freiberuflichen Journalisten zusammen. Ihr Thema ist die Frage, wie Müll aus Privat-Haushalten in ihrer Stadt reduziert werden kann. Nach einem gemeinsamen Brainstorming übernehmen kleine Gruppen unterschiedliche Aufgaben: Eine Gruppe analysiert beispielsweise die Bedürfnisse der Bewohner*innen und interviewt Passant*innen zu ihrem Einkaufsverhalten. Andere sammeln über einen Zeitraum den Hausmüll und vergleichen ihn mit der Menge an Müll, die durch ein bewussteres Einkaufen entsteht. Hierzu gibt der Verkäufer wertvolle Hinweise. Das Ergebnis wird auf den Müllverbrauch der ganzen Stadt hochgerechnet. Abschließend erarbeiten die Teilnehmer*innen eine Liste mit Hinweisen, wie in ihrer Stadt Müll reduziert werden kann und welche Auswirkungen das hat. Für eine Ausstellung in der Schule und im örtlichen Einkaufszentrum werden die Ergebnisse ansprechend aufbereitet, auch die örtliche Presse berichtet.

Indem sich alle Teilnehmenden mit ihren Kenntnissen und Fähigkeiten in das Projekt einbringen, lernen sie nicht nur von- und übereinander, sondern erweitern ihre (natur-)wissenschaftlichen Kenntnisse und transversalen Kompetenzen (Teamarbeit, strategisches und innovatives Denken, Zeitmanagement etc.). Ziel ist, bei allen Teilnehmer*innen Interesse an den Naturwissenschaften und wissenschaftlichem Arbeiten zu wecken, was auf lange Sicht dazu führen wird, dass zukünftig mehr Schüler*innen in Europa eine naturwissenschaftliche Laufbahn einschlagen – ein Ziel, das angesichts der fortschreitenden technischen Entwicklungen und globalen ökologischen Herausforderungen für die EU von großer Bedeutung ist.

Foto: Edvin Johansson/Unsplash

Welche Rolle spielt die internationalen Vernetzung von MOST?

Foto: Polina Zimmermann/Pexels

Um dieses Ziel zu erreichen, haben sich 23 Partner*innen aus zehn europäischen Ländern im MOST Konsortium zusammengeschlossen. Sie unterstützen Schulen vor Ort, „Open Schooling“ Projekte zu initiieren, helfen bei der Suche nach geeigneten Partner*innen vor Ort und begleiten die Durchführung der Projekte mit pädagogischen und wissenschaftlichen Materialien.

Dabei arbeitet das Projekt auf drei Ebenen: In allen zehn Ländern werden auf regionaler Ebene Projekte initiiert, die auf nationaler Ebene untereinander vernetzt werden. Dazu dienen MOST-Messen, die den Austausch von Erfahrungen und Beispielen erfolgreicher „Open Schooling“ Projekte ermöglichen. Auf europäischer Ebene wird ein „Open-Schooling“-Netzwerk entstehen, das die Idee in die Breite trägt und in Zukunft europaweit von Schulen und Akteur*innen genutzt werden kann. Darüber hinaus wird eine europäische MOST Konferenz verschiedenste Akteur*innen zu einem lebendigen Netzwerk für innovatives Lernen in den Naturwissenschaften verbinden.

Kern des Projekts ist die Einbeziehung verschiedenster Akteur*innen: Wissenschaft und Forschung, schulische und außerschulische Bildungsträger*innen, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – vor Ort durch die Zusammenarbeit im Rahmen der „Open Schooling“ Projekte wie auch in der Zusammensetzung des Projekt-Konsortiums, in dem alle genannten Institutionen vertreten sind. Die Kooperation verschiedenster Akteur*innen ist die Voraussetzung für die Erarbeitung von Lösungsansätzen, die die Bedürfnisse aller Betroffenen einbezieht. Zugleich ist dies ein Motor für Innovation, der alle Teilnehmer*innen motivieren wird, sich langfristig zu engagieren.

Das EU-Projekt MOST hat 23 Projektpartner*innen in 10 Ländern.

Nachstehende Umweltschutzakteur*innen haben sich bereit erklärt bei Projekten mitzuwirken. Die Akteur*innen entscheiden selbst in welchem Umfang und bei welchen Projekten sie sich einbringen möchten.

An dieser Stelle danken wir den Akteur*innen für ihr engagiertes Mitwirken!

Durch seine große Expertise leistet der Fachbeirat den entscheidenden Beitrag zum Erfolg von #freiburgprotectstheplanet hier vor Ort. Er berät das regionale MOST-Team bei der Umsetzung.

Er umfasst folgende Mitglieder:

An dieser Stelle danken wir allen Mitwirkenden für ihre Unterstützung.

MOST Partner*innen in Freiburg