Kurz berichtet

MaSDiV im letzten Projektjahr

Ziele und Aktivitäten des EU gefördeten Projekts MaSDiV

 

Schulklassen werden immer heterogener hinsichtlich kultureller, sozialer oder leistungsbezogener Unterschiede. Lehrer*innen benötigen Unterstützung, den damit einhergehenden Herausforderungen zu begegnen. Hier setzt das von der EU geförderte Projekt MaSDiV an und verbindet den Ansatz des forschenden Lernens in Mathematik und Naturwissenschaften mit interkulturellem Lernen und der Vermittlung von Grundwerten unserer multikulturellen Gesellschaft.

Foto: colourbox.de

In den ersten beiden Projektjahren wurde dazu ein innovativer Fortbildungskurs entwickelt, der in den Ländern der Projektpartner*innen getestet wurde: In Deutschland, Malta, Spanien, Holland, Zypern und in der Türkei. Im letzten Projektjahr ist die Evaluation in vollem Gang: Während des sechsten Projektmeetings, das im Mai 2019 in Zypern stattfand, stellten alle Projektpartner*innen ihre nationalen Fallbeispiele vor und diskutierten erste Ergebnisse. Der Austausch diente auch der Vorbereitung einer internationalen Vergleichsstudie, die von dem renommierten Forschungsinstitut IPN aus Kiel erarbeitet wird. Die Forscher*innen des IPN werten auch die in den Feldversuchen erhobenen quantitativen Daten aus.

Ebenfalls in Vorbereitung ist eine MaSDiV Broschüre für Lehrer*innen und Fortbilder*innen unter der Regie des Teams aus den Niederlanden. Die Broschüre wird Informationen über die Themen von MaSDiV, den Fortbildungskurs und Unterrichtsmaterialien enthalten, die im Laufe des Projekts entwickelt wurden.

Das Projektmeeting war auch eine gute Gelegenheit, um den aktuellen Stand des Projekts zu verorten. Ein wichtiges Ziel des Projekts ist erreicht: Die Entwicklung einer getesteten und evidenzbasierenden Fortbildung Lehrer*innen. Schwerpunkt aller Projektpartner*innen im letzten Jahr ist die Verbreitung und Verankerung der Fortbildung auf nationaler wie auf europäischer Ebene.

Eine Besonderheit des Projekts MaSDiV ist die Zusammenarbeit von Forscher*innen und Vertreter*innen der Bildungsministerien aller teilnehmenden Länder. Im Hinblick auf die Verankerung der MaSDiV Lehrer*innenfortbildung spielen die Vertreter der Bildungsministerien eine Schlüsselrolle, ebenso wie die Mitglieder des European Impact Boards, die die Projektergebnisse in ihren Netzwerken weitertragen.