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Willkommen beim Projekt Education 3D

Grenzüberschreitendes 3D-Druck-Programm für die Sonderpädagogik sowie die allgemeine und berufliche Bildung

Hintergrund

In der Sonderpädagogik stehen Schulen auf beiden Seiten des Oberrheins vor ähnlichen Herausforderungen: Sonderpädagogischer und inklusiver Unterricht brauchen passende Materialien, neue didaktische Ansätze und Räume zum gemeinsamen Ausprobieren. Gleichzeitig findet der Austausch zwischen deutschen und französischen Einrichtungen bislang nur selten statt. 

Partner 

Das InterregProjekt Education 3D bringt Schulen, Hochschulen und Fördereinrichtungen aus dem deutschfranzösischen Grenzraum zusammen, um genau hier anzusetzen. Gemeinsam wird erkundet, wie 3DDruck dazu beitragen kann, Unterricht anschaulicher, barrierefreier und individueller zu gestalten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Sonderpädagogik, insbesondere auf der Sehbehindertenpädagogik, zugleich werden aber auch weitere sonderpädagogische und reguläre Schulen aktiv einbezogen. 

Ein senf-gelbes Objekt, bestehend aus zwei gelben Rechtecken (das Untere größer als das Obere) werden von zwei Händen gehalten. Der Zeigefinger der linken Hand fährt über Braille, die auf die linke Seite des oberen Rechtecks gedruckt ist. Im Hintergrund ist Gras zu sehen und eine braune Wand.

Warum 3D Druck?  

Im Projekt werden Bildungseinrichtungen mit 3DDruckern ausgestattet und Lehrkräfte durch Fortbildungen beim Einstieg in die Technologie begleitet – auch ohne technische Vorkenntnisse. Ziel ist es, 3DDruck nicht als Selbstzweck zu verstehen, sondern als Werkzeug, mit dem haptische, individuell anpassbare Lern und Arbeitsmaterialien entstehen können, die sich direkt im Unterricht einsetzen lassen. 

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit 

Ein zentraler Bestandteil von Education 3D ist der grenzüberschreitende Austausch. In gemeinsamen Workshops, Ausstellungen, Wettbewerben und weiteren Begegnungsformaten entstehen neue Kontakte und ein wachsendes Netzwerk. Ergänzend werden entwickelte Modelle und pädagogische Konzepte in einer zweisprachigen Datenbank gesammelt und öffentlich zugänglich gemacht, sodass sie langfristig genutzt und weiterentwickelt werden können. 

Kurz und knapp

Education 3D versteht sich damit als praxisorientiertes Projekt, das 3DDruck als Chance für inklusive Bildung nutzt und nachhaltige Verbindungen zwischen Bildungseinrichtungen im Oberrheinraum aufbaut. 

Kontakt

Neugierig geworden oder Interesse an einer Zusammenarbeit?

Gerne können Sie sich bei Fragen zum Projekt Education 3D, zu Fortbildungen, Workshops oder weiteren Angeboten an Frau Sabrina Deck (sabrina.deck@ph-freiburg.de) oder Herrn Dr. Peter Steurer (peter.steurer@ph-freiburg.de) wenden. Sie stehen Ihnen als Ansprechpartner für inhaltliche und organisatorische Fragen zur Verfügung.

Der 3Druckraum

Offenes Mitmachangebot im Projekt Education 3D

Ein lebendiges Beispiel für den praxisnahen Ansatz des Projekts ist der 3Druckraum an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Das 3DDrucklabor wurde im Herbst 2021, gefördert durch das Projekt MINT4Life, eröffnet und wird seitdem nach dem Konzept eines Makerspaces betrieben. Wöchentlich finden offene Mitmachangebote und Familiennachmittage statt, bei denen Schülerinnen und Schüler, Studierende, Familien sowie interessierte Lehrkräfte den 3DDruck unmittelbar erleben und eigene Ideen umsetzen können. 

Dieses offene Raum und Workshopkonzept ist in Education 3D integriert und ergänzt die Projektaktivitäten um einen niedrigschwelligen Lern und Begegnungsort. Der 3Druckraum lädt dazu ein, 3DDruck auszuprobieren, voneinander zu lernen und neue Anwendungsmöglichkeiten für Bildung und Inklusion zu entdecken. 

Zielgruppen

Education 3D richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen aus Bildung, Praxis und Verwaltung, die sich für den sinnvollen Einsatz von 3D‑Druck im inklusiven Kontext interessieren oder diesen aktiv mitgestalten möchten.

Sonderpädagogik

Sonderpädagogische Lehrkräfte stehen im Mittelpunkt des Projekts. Sie werden bei der Entwicklung und Nutzung relevanter taktiler Modelle für den Unterricht unterstützt, insbesondere für die Sehbehindertenpädagogik. Die im Projekt entstehenden Modelle werden erprobt, didaktisch aufbereitet und ihre Druckvorlagen auf der Projekt‑Homepage zum freien Download zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, Lehrkräften praxisnahe Materialien an die Hand zu geben, die unmittelbar im Unterricht einsetzbar sind.

Allgemeine Pädagogik und Arbeitsumfeld 

Education 3D wendet sich außerdem an Studierende und pädagogisches Fachpersonal, sowohl aus Schulen als auch aus Behindertenwerkstätten. Das Projekt zeigt, wie 3D‑Druck in Bildungs‑ und Arbeitskontexte integriert werden kann – etwa zur Individualisierung von Lern‑ und Arbeitshilfsmitteln oder zur Unterstützung inklusiver Arbeitsprozesse.

Grenzüberschreitender Austausch 

Ein weiterer Fokus liegt auf Lehrkräften und Studierenden mit deutsch‑französischem Hintergrund. Durch gemeinsame Workshops, Austauschformate und grenzüberschreitende Aktivitäten bietet Education 3D Raum für Zusammenarbeit, Perspektivwechsel und gemeinsames Lernen über Ländergrenzen hinweg.

Beratung 

Darüber hinaus richtet sich das Projekt an Vertreterinnen und Vertreter von Behörden, Schulträgern und Bildungseinrichtungen, die die Anschaffung von 3D‑Druckern planen oder den Einsatz der Technologie prüfen. Education 3D bietet hier Beratung und Orientierung – von pädagogischen Einsatzmöglichkeiten über technische Fragen bis hin zu organisatorischen Aspekten.

Ansprechpartner

3D‑Modelle, CAD‑Software und Modellerstellung

Steffen Schrock – Hochschule Offenburg
E-Mail: [steffen.schrock@hs-offenburg.de] · Tel.: [+49 781 205 4486]

Lehrkräftefortbildungen und Weiterbildungsangebote

Deutschland: Dr. Peter Steurer – ICSE Freiburg
E-Mail: [peter.steurer@ph-freiburg.de] · Tel.: [+491796780522]

Frankreich: Lucile Vuillemin – Maison pour la Science
E-Mail: [lucile.vuillemin@maisons-pour-la-science.org] · Tel.: [+33 3 68 85 04 45]

Projekte mit Schulen in Deutschland und technische Ausstattung von Schulen und Behindertenwerkstätten (3D‑Drucker, Integration, Beratung)

Dr. Peter Steurer – ICSE Freiburg
E-Mail: [peter.steurer@ph-freiburg.de] · Tel.: [+491796780522]

Technologische Fragestellungen
(taktile Displays, Stereolithographie, weiterführende 3D‑Druck‑Technologien)

Deutschland: Ahmed Hamza – Universität Freiburg
E-Mail: [ahmed.hamza@neptunlab.org] · Tel.: [+49761203 367]

Frankreich: Arnaud Spangenberg – Université de Haute‑Alsace (UHA), Mulhouse
E-Mail: [arnaud.spangenberg@uha.fr] · Tel.: [+33 3 89 60 88 42]

Projekte mit Schulen in Frankreich & grenzüberschreitende Kooperationen

Arnaud Spangenberg – Université de Haute‑Alsace (UHA), Mulhouse
E-Mail: [arnaud.spangenberg@uha.fr] · Tel.: [+33 3 89 60 88 42]

Lucile Vuillemin – Maison pour la Science
E-Mail: [lucile.vuillemin@maisons-pour-la-science.org] · Tel.: [+33 3 68 85 04 45]

3D‑Druck in der Sehbehindertenpädagogik

Frankreich: Laurianne Guiguet – Centre Louis Braille, Strasbourg
E-Mail: [laurianne.guiguet@glaubitz.fr] · Tel.: [+33 3 88 65 80 00]

Deutschland: Dr. Peter Steurer – ICSE Freiburg
E-Mail: [peter.steurer@ph-freiburg.de] · Tel.: [+491796780522]

Partnerbeschreibungen

ICSE – Pädagogische Hochschule Freiburg

ICSE, das MINT-Zentrum der PH Freiburg, hat eine langjährige Expertise im Bereich internationaler MINT-Bildungsprojekte und 3D-Druck in der Bildung. Auch im Bereich Sonderpädagogik, einem Schwerpunkt von Education 3D, greift ICSE auf Erfahrungen aus früheren Projekten zurück.

Im Interreg‑Projekt Education 3D übernimmt ICSE die Koordination des Gesamtprojekts und ist zugleich für den Aufbau des Netzwerks, die Konzeption und Durchführung von Lehrkräftefortbildungen sowie für Workshops mit Schulklassen verantwortlich, auch im grenzüberschreitenden Kontext. Darüber hinaus unterstützt ICSE Schulen und Einrichtungen bei der Entwicklung pädagogisch sinnvoller, taktiler 3D‑Druck‑Modelle und berät Bildungseinrichtungen bei der Anschaffung und Auswahl geeigneter 3D‑Drucker.

IMTEK – Universität Freiburg

Die Universität Freiburg und der Lehrstuhl für Prozesstechnologie sind seit vielen Jahren im Bereich der Material- und Prozessentwicklung tätig und haben einen Schwerpunkt im Bereich der Additiven Fertigung. Hierzu zählen neben der Entwicklung neuer Verfahren auch die Herstellung von Komponenten aus Hochleistungsmaterialien, wie beispielsweise Glas.

Systeme und Komponenten für sehgeschädigte Menschen werden im Rahmen kooperativer Forschung seit vielen Jahren bearbeitet, dieser Schwerpunkt wird auch im Rahmen des Projektes weiter vertieft werden.

Hochschule Offenburg

Die Hochschule Offenburg verfügt über ausgewiesene Expertise in der additiven Fertigung sowie in der CAD-basierten Konstruktion. Im modern ausgestatteten Rapid-Prototyping-Labor werden innovative 3D-Druck-Verfahren, Materialien und Gestaltungsansätze erforscht und gezielt zur Entwicklung maßgeschneiderter, funktionaler Modelle mit unterschiedlichen Materialeigenschaften eingesetzt.

Im Projekt „Edu3D“ liegt der Tätigkeitsschwerpunkt der Hochschule Offenburg
auf der technischen Beratung zu 3D-Druck und fertigungsgerechter Konstruktion, bei der Erstellung von Modellen sowie auf der Konzeption und Durchführung praxisorientierter Workshops für Schülerinnen und Schüler sowie pädagogische Fachkräfte.

MSA – Université de Strasbourg

La Maison pour la science en Alsace (MSA) ist eine Einrichtung des Netzwerks „La main à la pâte,“ die im „Jardin des sciences“ der Universität Straßburg integriert ist, und eine Partnerstruktur der Académie de Strasbourg. Ihre Rolle besteht darin, Fortbildungen für Lehrkräfte vom Kindergarten bis zum Gymnasium anzubieten und eine Brücke zwischen dem Bildungswesen und der wissenschaftlichen Forschung zu schlagen.

Im Interreg Projekt Education 3D wählt sie Schulen für die Teilnahme am Projekt aus und schult die Lehrkräfte im Umgang mit 3D-Druckern. Anschließend stellt sie deren Bedürfnisse fest, um auf die Schüler zugeschnittenes, 3D-druckbares Unterrichtsmaterial zu erstellen.

IS2M– Institut de Science des Matériaux de Mulhouse (CNRS)

Das IS2M betreibt international führende Forschung in den Bereichen Materialwissenschaft und additive Fertigung, insbesondere zu Verfahren im Bereich der Photopolymerisation.

Im Projekt vermittelt das I2SM aktuelle Entwicklungen im 3D-Druck, ermöglicht Einblicke in Forschungslabore und unterstützt den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Bildungspraxis, hierzu werden Wissenschaftler des CNRS an Veranstaltungen zur Wissenschaftsvermittlung außerhalb der eigenen Einrichtungen teilnehmen.

Centre Louis Braille – Strasbourg

Das Centre Louis Braille, eine medizinisch-soziale Einrichtung der Adéle de Glaubitz Stiftung, begleitet Kinder und Jugendliche mit Sehbeeinträchtigungen von der Geburt bis ins 20. Lebensjahr und verfügt über interdisziplinäre Expertise sowie eigene Werkstätten und einen FabLab-Bereich.

Im Moment werden mehr als 80 Kinder in Regelschulen inklusiv begleitet, beim Centre Louis Braille selbst stehen 20 Betreuungsplätze (3-20 Jahre) zur Verfügung.

Im Projekt bringt es seine Erfahrung in der pädagogischen Begleitung sehbeeinträchtigter Personen sowie in der Entwicklung inklusiver, taktiler Lernmaterialien ein. Das Centre Louis Braille nutzt gezielt 3D-Druck zur Verbesserung der Zugänglichkeit von Lerninhalten.

SBBZ Förderschwerpunkt Sehen in Waldkirch / Elztal

Das SBBZ Sehen in Waldkirch unterrichtet als staatliche Heimsonderschule 90 Schülerinnen und Schüler mit Sehbeeinträchtigungen, wovon aktuell vier blind sind. Die angegliederte Beratungsstelle berät weitere 300 Lernende an Regelschulen im mittel- und südbadischen Raum bis zur Schweizer Grenze.

3D-Druck ist ein fester Bestandteil des Unterrichts, insbesondere zur Erstellung taktiler Modelle für blinde und sehbehinderte Schülerinnen und Schüler, auch in Prüfungen.

Im Projekt bringt die Schule ihre Praxiserfahrung ein, testet entwickelte Materialien und beteiligt sich an der Erstellung einer kuratierten Modellsammlung.

SBBZ Förderschwerpunkt Sehen in Karlsruhe

Die Schule am Weinweg (KA) ist ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) mit dem Förderschwerpunkt Sehen für die Primar- und Sekundarstufe I. Der Unterricht orientiert sich am allgemeinen Lehrplan und wird durch spezifische Inhalte für sehbehinderte und blinde Lernende sowie den Einsatz digitaler und assistiver Technologien ergänzt.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und dem Einsatz barrierefreier Lernmaterialien. Das Medienberatungszentrum (MBZ) bringt hierfür besondere Expertise ein. Insbesondere der 3D-Druck spielt eine zentrale Rolle zur Herstellung taktiler Materialien und zur Förderung eines anschaulichen, selbstständigen Lernens.