Was ist ICSE?

ICSE, the International Centre for STEM Education (das internationale Zentrum für MINT-Bildung) an der Pädagogischen Hochschule Freiburg ist ein international vernetztes Zentrum, das genuin auf den Transfer von Forschung in die Schulpraxis sowie auf die Kooperation von verschiedenen Schlüsselakteuren im Rahmen der MINT-Bildung setzt.

Das Hauptziel von ICSE besteht darin, zu einer Entwicklung des MINT-Unterrichts in Europa beizutragen, der allen SchülerInnen (unabhängig von ihrem Geschlecht, kulturellem oder sozio-ökonomischen Hintergrund) authentische Einblicke in die MINT-Fächer und ihre Realitätsbezüge gibt, das Leistungsniveau der SchülerInnen in den MINT-Fächern steigert, ihnen eine mathematisch-naturwissenschaftliche Grundbildung vermittelt und ihr Interesse an Berufen im MINT-Bereich fördert.

Um dieses Ziel zu erreichen, sind drei Aspekte für ICSE zentral:

Praxisrelevante Forschung

Im Bereich unserer Forschung legen wir Wert auf Forschung, die für die Praxis relevant ist und setzen darauf, durch die Entwicklung von Unterrichts- und Fortbildungskonzepten diese Forschung der Praxis zugänglich zu machen.

Arbeit auf internationaler und nationaler Ebene

Wir arbeiten sowohl auf internationaler Ebene, um eine fruchtbaren Austausch zwischen verschiedenen Ländern zu fördern, als auch konkret und praktisch vor Ort in Baden-Württemberg bzw. in Deutschland.

Kooperation von verschiedenen Schlüsselakteuren

Nur wenn Forschung, Politik, Schulpraxis und Vertreter aus Industrie zusammen arbeiten kann es uns gelingen, die MINT-Bildung für die Zukunft zu entwicklen.

Unsere Aktivitäten zielen darauf ab, einen MINT-Unterricht zu fördern, der allen Schülerinnen und Schülern (einschließlich solchen mit Migrationshintergrund und aus bildungsfernen Haushalten) eine substantielle mathematisch-naturwissenschaftliche Grundbildung vermittelt und ihnen die Relevanz von MINT-Fächern für die Realität und ihre berufliche Zukunft aufzeigt.

Die Aktivitäten von ICSE und seinen Partnern konzentrieren sich daher auf sechs inhaltliche Schwerpunkte: Forschendes Lernen, Bezüge zur Berufswelt, Anbindungen an die Realität, interdisziplinäre Vernetzung der MINT-Fächer, Diversität im Klassenraum und Gender-Aspekte.

Forschendes
Lernen

Bezüge zur
Berufswelt

Anbindungen
an die Realität

Interdisziplinäres
Vernetzen der MINT-Fächer

Diversität im
Klassenraum

Gender

Zu unseren Aktivitäten in diesen inhaltlichen Bereichen gehören unter anderem die Entwicklung von Unterrichts-, Ausbildungs- und Fortbildungsmaterialien, das Durchführen von Fortbildungen und Schülerworkshops sowie das Ausrichten von internationalen Konferenzen und Wettbewerben sowie  das Durchführen von regionalen sowie internationalen Projekten.

Seit 2006 pflegt die PH Freiburg zahlreiche erfolgreiche internationale Kooperationen im MINT-Bereich. Dadurch hat sie sich als bedeutendes Forschungszentrum und Verbreiter von innovativen Unterrichtspraxen in der MINT- (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) Bildung etabliert. Mit der Gründung des International Centre for STEM Education (ICSE, STEM: Science, Technology, Engineering and Mathematics) wurde im Jahr 2017 ein weiterer Meilenstein für diese Arbeit gesetzt. Im Fokus der Aktivitäten steht die Verbindung der Forschung zur MINT-Bildung in Europa und deren Transfer in die Praxis. Kooperationen mit den Hauptakteuren im Bereich der MINT-Bildung ist der Schlüssel zu einer Veränderung des MINT-Unterrichts. ICSE wird daher seine Kooperationen vor Ort weiter ausbauen und Aktivitäten gemeinsam mit Kooperationspartnern durchführen. Die Grundidee von ICSE besteht darin, die zahlreichen, erfolgreichen Aktivitäten unserer Einrichtung in diesem Bereich zusammenzufassen und weiter zu entwickeln sowie europäische Hauptakteure aus Forschung, Bildungspolitik und -praxis im MINT-Bereich nachhaltig miteinander zu vernetzen. Parallel zur Errichtung von ICSE an der Pädagogischen Hochschule Freiburg wurde daher ein ICSE Konsortium gegründet, das führende Einrichtungen aus ganz Europa umfasst. Das ICSE Konsortium, dessen Einrichtungen alle einen Fokus auf Forschung im MINT Bereich sowie ihren Transfer in die Praxis haben, dient dazu die weitere Zusammenarbeit und Vernetzung zu stärken.

Am 18. Januar 2018 fand an der Pädagogischen Hochschule Freiburg die offizielle Inauguration von ICSE und des internationalen ICSE Hochschulkonsortiums statt. Gemeinsam mit weiteren Schlüsselakteuren aus Forschung, Schulpraxis, Politik und Industrie wurde die Rolle des neuen Zentrums für MINT-Bildung diskutiert. Ein Ausstellungsmarkt gab Möglichkeiten zum Dialog und Austausch über Trends in der MINT-Bildung, neue Materialien und Forschung. Die feierliche Eröffnung fand unter Anwesenheit von Staatssekretär Volker Schebesta (Ministerium für Kultus, Jugend und Sport) statt. Mit uns diskutierten außerdem Suzanne Conze (Europäische Kommission, Generaldirektion Bildung und Kultur, Stellvertretende Leiterin Abt. B2), Wolfgang Bay (Leiter Forschung & Entwicklung, Sick AG), Marc Durando (Direktor, European Schoolnet) sowie Dr. Peter Balyta (President, Education Technology, and Vice President, Citizenship and Academic Engagement, Texas Instruments).

In unserem deutschen Newsletter Nr. 2 finden Sie einen Bericht der Inauguration.

Sie können hier den Tätigkeitsbericht von ICSE von 2017 – 6/2018 herunterladen.

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